Elevator-Pitch – mit fünf Punkten zum Erfolg

Auf den diesjährigen  Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) am 17. und 18.10.2014 gibt es für einige Start-ups die Gelegenheit, ihr Geschäftskonzept den Business Angels und dem Messepublikum vorzustellen. Genau acht Minuten haben die Gründerinnen und Gründer Zeit, um zu begeistern und zu überzeugen. Die besten Konzepte werden ausgewählt und erhalten ein Coaching zur Weiterentwicklung der Idee bzw. des Unternehmens. Doch auch, wenn Du diese Möglichkeit nicht wahrnimmst, ist es gut und wichtig, den Elevator Pitch zu üben – denn in wenigen Minuten bei seinem Gegenüber zu punkten, ist keine Zauberei oder Kunst, sondern schlichtweg Technik und Übung.

 

Wenn Du an dem Speeddating auf der deGut interessiert bist, dann hast Du noch bis zum 26.09.2014 die Gelegenheit, Dich unter www.degut.de für die Aktion anzumelden. Aus allen Anmeldungen wählt der BACB (Businessangelclub Berlin-Brandenburg e.V.) fünf Start-ups aus, die sich am zweiten Messetag präsentieren dürfen. Die überzeugendsten drei Auftritte bzw. Start-ups gewinnen eine professionelle Begleitung durch die Business Angels.

„Das Speeddating ist eine großartige Chance für alle Gründerinnen und Gründer. Die Gewinner profitieren von den Erfahrungen, Branchenkenntnissen und Kontakten der Business Angels. Aber auch für das Publikum bieten die einzelnen ‚Speed-Vorstellungen‘ viel Inspiration und vielleicht den ein oder anderen hilfreichen Kontakt“, so Dirk Maass, Projektleiter der deGUT des Landes Berlin. „Das Format hat sich bereits in den Vorjahren bewährt und ist eine schöne Ergänzung zu unserem umfangreichen Seminar- und Aussteller-Angebot für Start-ups. Wir freuen uns, dass wir diese Aktion mit unserem Partner BACB wieder auf der deGUT realisieren können!“

Aber nicht nur die Gewinner und Zuhörer können profitieren. Jeder, der sich mal mit dem Thema Speeddating (auch privat) beschäftigt hat, wird wissen, wie hilfreich es manchmal ist, kurz und knapp sagen zu können, wer man ist und was man tut. Wenn wir in der .garage berlin damit arbeiten, nennen wir es den Elevator Pitch. Dafür gibt es folgende Aufgabenstellung:

„Stell Dir vor, Du stehst im Fahrstuhl zufällig einem potentiellen Auftraggeber gegenüber und Du hast genau zehn Stockwerke Zeit, ihn von Dir zu überzeugen.“

Worauf kommt es an? Was ist wichtig?

Zunächst einmal die drei W’s:

  • Wer bist Du?
  • Was machst Du?
  • Was haben Deine Kunden davon?

Mit fünf Punkten zum Erfolg:

Um diese Fragen kurz und knapp und doch packend und detailliert beantworten zu können, musst Du allerdings etwas tiefer tauchen. Solltest Du schon einen Business-Plan geschrieben haben, können Dir die nachfolgenden  Punkte daraus helfen.

1. Benenne klar die Zielgruppe:

Wen erreichst Du mit Deinem Produkt/Deiner Dienstleistung: Kunden, Partner, Geldgeber? Wichtig ist es, sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen. Was könnte ihn oder sie interessieren?

2. Lege einen Köder aus.

Dazu ist es hilfreich, ab und an sehr aufmerksam Zeitung zu lesen. Wie steigen die Autoren in die Texte ein, die Dich fesseln? Meist mit einer Frage, einer Behauptung, einer Metapher oder einem Bild. Manchmal auch mit einer These. Damit gewinnt man Aufmerksamkeit. Übernimm das für Deinen Pitch.

3. Keep it short and simple.

Verzichte auf Fremdwörter, auf verworrene und abstrakten Formulierungen und vor allem auf Fachbegriffe. Mach es wie Christoph Biemann es in der „Sendung mit der Maus“ macht. Er vermag es, mit Bildern und einfachen klaren Sätzen, komplizierte Zusammenhänge rüberzubringen, so dass sie auch von Kindern verstanden werden.

4. Zeige, dass Du ein Problemlöser bist!

Kaum etwas ist für Zuhörer so ermüdend, wie ein Monolog über das tolle Produkt, das XY gerade kreiert hat. Wirklich spannend dagegen ist es, zu erfahren, welches Problem dieses Produkt lösen kann. So schafft man Neugier, in dem man seinem Gegenüber die sprichwörtliche Karotte vor die Nase hängt. Du hast das Problem und ich habe die Lösung.

5. Wodurch unterscheidest Du Dich von anderen?

Sollte es diese Lösung allerdings von vielen Anbietern geben, ist es wichtig zu sagen, wie man sich von den Mitbewerbern abhebt. Welchen Vorteil bietest Du? Und hier ist es hilfreich, nicht auf 08/15 Formulierungen zurückzugreifen. Guten Service bieten angeblich alle und unschlagbar günstig wollen auch alle sein. Finde also Deinen eigenen Slogan – das, was Dich abhebt.

Hast Du alle Punkte für Dich geklärt, heißt es üben, denn schließlich soll das ja nicht aufgesagt, sondern locker daherkommen. Am besten übst Du mit Freunden zusammen, die Dir gleich ein Feedback geben können.

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