Zukunftskonferenz „Frauen gründen (in) Ost und West (grOW)“

In diesem Jahr jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. Das heißt, hinter uns liegen 25 Jahre in denen Grenzen verschwimmen durften, Ideologien sich annäherten und zusammenwachsen konnte, was zusammen gehört. Auch in Hinblick auf Gründungen von Frauen in Deutschland ist in den vergangenen 25 Jahren viel passiert. Was hat sich in diesem Prozess bewährt? Worauf kann man zukünftig verzichten? Welche Förderprogramme waren nützlich? Zu diesen und anderen Themen findet am 8./9. November in Berlin eine Zukunftskonferenz statt, zu der die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin herzlich einlädt.

 

Die wirtschaftlichen Aktivitäten von Frauen spielen eine tragende Rolle für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Auffällig dabei ist, dass Frauen mit wirtschaftlichem Gestaltungsanspruch, um ihre Ideen zu verwirklichen, vor allem in der unternehmerischen Selbstständigkeit die größten Chancen sehen. Während der Frauenanteil in den Vorständen der Dax-30-Konzerne bei mageren sechs Prozent und in den Aufsichtsräten bei immerhin 22 Prozent liegt, werden bereits 38,7 Prozent aller neuen Unternehmen von Frauen gegründet.

Die Zukunftskonferenz „Frauen gründen (in) Ost und West (grOW)“, die am 8. und 9. November 2014 ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall in Berlin stattfindet, eruiert und würdigt erstmals Beiträge und Leistungen von Unternehmerinnen aus dem letzten Vierteljahrhundert in Ost- und Westdeutschland, d.h. der Zeit vor und nach der Wende und thematisiert, welche Erfolgsstrategien und Förderkonzepte sich 25 Jahre nach dem Mauerfall als wirksam erwiesen haben und zukünftig erweisen können.

Die Konferenz richtet sich dazu vor allem an Gründerinnen, Unternehmerinnen, Unternehmensnachfolgerinnen und deren Netzwerke, die sich über aktuelle Strategien und Impulse im Gründungsgeschehen informieren möchten, aber vor allem auch aktiv mit eigenen Bedarfen und Fragestellungen in die Entwicklung neuer Förderansätze einbringen möchten.

Wissenschaftliche Impulsreferate geben einen Überblick über die Entwicklungen innerhalb des Unternehmerinnentums in Ost- und Westdeutschland und präsentieren die zielführendsten Ansätze unternehmerischer Erfolgsstrategien von Frauen. Gründerinnen und Unternehmerinnen zeigen mit Best practices, welche Paradigmen sich in den 25 Jahren des Zusammenwachsens von ost- und westdeutschem Wirtschaftssystem bewährt haben. Praxis-Workshops und Themen-Räume geben den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fachthemen und zukünftige Förderstrategien gemeinsam zu erschließen, darunter:

– Frauengründungen in Naturwissenschaft und Technik,

– Standortfaktoren, Infrastruktur und Mobilität bei Gründungen in Metropolregionen und/oder ländlichem Raum,

– Analyse des Unternehmerinnenbilds in der deutschen Presse,

– Beratungs-und Vernetzungsangebote sowie Arbeitsorte/-formen für Gründerinnen,

– Chancen der Unternehmensnachfolge durch Frauen,

– Frauengründungen aus der Hochschule.

Diese Themen werden v.a. am 9. November 2014 in Arbeitsgruppen vertieft, um auch über die Konferenz hinaus 2015 die wichtigsten State-of-the-Art-Praktiken für die künftige Förderung von Frauengründungen und Unternehmerinnentum weiter zu erschließen. Ein Marktplatz „Ost trifft West“ bietet Unternehmerinnen kontinuierlich Raum und Möglichkeiten zur Präsentation, Interaktion und Vernetzung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich komprimiert und fachlich fundiert über die essenziellen Entwicklungen aus 25 Jahren Frauengründungen in Ost und West zu informieren und werden Sie Teil eines Netzwerkes, das deutsche Geschichte schreibt und neu gestaltet!

Weitere Informationen in Kürze auch zum Programmablauf finden Sie hier.

Voranmeldungen, auch für einen Ausstellungsbereich im Rahmen unseres Marktplatzes „Ost trifft West“ unter romy.oleynik-weber@fu-berlin.de

Kontakt:
Romy Oleynik-Weber
profund – Die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin
Wissens- und Technologietransfer
Abteilung VI – Forschung
Freie Universität Berlin
+49 (0) 30 838 73658 Telefon
+49 (0) 30 838 73666 Telefax
romy.oleynik-weber@fu-berlin.de
www.profund.fu-berlin.de

Über die Initiative:
Die Zukunftskonferenz „Frauen gründen (in) Ost und West (grOW)“ ist ein Verbundprojekt der Freien Universität Berlin und der Universität Siegen sowie dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn in enger Kooperation mit science2public – Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V. und der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01FP1314 und 01FP1315. Dabei verfolgt die Initiative einen mehrstufigen Prozess. Startschuss ist anlässlich des 25-jährigen Mauerfalls eine zweitägige Zukunftskonferenz am 8. und 9. November 2014 in Berlin, im Frühjahr 2015 sind in enger Zusammenarbeit mit der bundesweiten gründerinnenagentur sechs regionale Workshops zur Vertiefung der ersten Arbeitsergebnisse geplant, parallel unternimmt die Universität Siegen unter der Leitung von Prof. Friederike Welter, Präsidentin des Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn eine Medienanalyse zum „Unternehmerinnenbild in der deutschen Presse“.

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