Die Webseite – mehr als das Bild, das Sie der Welt zeigen

Dass man – egal ob Freiberufler oder Unternehmen – heutzutage um eine Webseite nicht herumkommt, ist kein Geheimnis mehr. Fast jeder hat auch schon mal etwas davon gehört, wie man eine Webseite aufbaut, damit sie gut von Google gefunden wird. Aber kennen Sie auch alle rechtlichen Parameter, die Sie bei Ihrem digitalen Auftritt im World Wide Web beachten müssen?

Im Grunde geht es schon mit der Namensfindung los. Prüfen Sie vorab sehr genau, ob der Name, den Sie sich für Ihr Unternehmen ausgedacht haben, schon existiert. Große Unternehmen bunkern meist alle Domain-Varianten, so dass da eine Verwechslung eher selten ist. Aber es gibt auch so noch genug Firmen, die ihren Namen geschützt haben. Wenn sie den nun mit einer anderen Endung benutzen – sei es .eu, .info oder .biz – dann kann das für Sie in einem teuren Rechtsstreit enden.
Überhaupt ist von den genannten Domain-Endungen eher abzuraten. Aber das ist ein anderes Thema. Bleiben wir bei den Notwendigkeiten.
Da steht an erster Stelle das Impressum. Das ist nicht nur einfach Ihre Visitenkarte, wie viele immer noch annehmen. Das Impressum dient der Rechtssicherheit. Es muss direkt von der Startseite aus zu finden sein und muss eindeutig zeigen, wer Betreiber dieser Seite ist und damit verantwortlich für die Beiträge, die sich auf der Webseite befinden!
Desweiteren gehören folgende Angaben in das Impressum:

– der Name des Unternehmens und die  Rechtsform
– der Name des Verantwortlichen für das Unternehmen (Geschäftsführung/ Inhaber
– der Name des Verantwortlichen für den Inhalt der Seite (Hinweis gemäß § 10 MDStV)
– Adresse, Telefon und Telefax sowie E-Mail-Kontakt des Unternehmens/des Freiberuflers
– Handelsregisternummer und zuständiges Amtsgericht
– Umsatzsteueridentifikationsnummer oder Steuernummer

Eine nach wie vor rechtlich wackelige Angelegenheit ist die Sache mit dem Disclaimer. Verlinken Sie von Ihrer Seite auf andere Seiten oder können andere Nutzer auf Ihrer Seite Informationen verbreiten, dann sollten Sie sich per Haftungsausschluss von all diesen Inhalten distanzieren. Natürlich ist es recht seltsam, dass man erst per Link auf andere Seiten verweist und dann per Aussage im Disclaimer, nichts damit zu tun haben will. Dazu kommt, dass vor Recht und Gesetz dieser Hinweis oft nicht ausreicht – schließlich hat man ja den Link auf der eigenen Webseite postiert. Hinweise, wie man es richtig macht, finden Sie hier:  DISCLAIMER

Sollten Sie einen Shop von einem anderen Anbieter auf Ihrer Seite integrieren, oder per Partnervertrag Produkte anbieten, dann sollte auch hier klar zu erkennen sein, dass der Vertrag zwischen dem Käufer und dem Anbieter und nicht zwischen dem Käufer und Ihnen zustande kommt. Also auch für diesen Fall ist auf eine Haftungsbeschränkung hinzuweisen.

In Zeiten von copy and paste ist ein Hinweis auf das Urheberrecht natürlich sinnvoll, wenn auch leider selten umsetzbar, da es mittlerweile fast unmöglich ist nachzuweisen, ob nun der oder der Gedanke oder ein Satz von der eigenen Webseite kopiert wurde. Dennoch – es gibt dreiste Text- oder Bilddiebe und um denen das Handwerk zu legen, lohnt sich der Hinweis darauf, dass sämtliche Inhalte der Webseite urheberrechtlich geschützt sind und jegliche Vervielfältigung, Verbreitung und Speicherung von Informationen oder Daten, insbesondere von Texten, Textteilen oder Bildmaterial, nicht ohne Zustimmung des Seitenbetreibers oder Autors gestattet ist.

Bliebe noch das Thema Datenschutz. Das istallerdings so ausführlich, das ich es in einem der nächsten Post aufgreife.

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