Visitenkarten – besser als ihr Ruf!

Neulich saß ein Gründer bei mir in der Beratung. Als ich ihn fragte, ob er denn auch plant, Visitenkarten drucken zu lassen, schüttelte er energisch den Kopf. Das Geld wolle er sparen, weil die Dinger doch eh nur in irgendeiner Schublade verschwinden. Ein Irrtum! Denn Visitenkarten sind nach wie vor eines der besten Werbemittel. Allerdings nur, wenn die Gestaltung stimmt.

Um ihm das zu demonstrieren, lege ich einen Stapel Visitenkarten auf den Tisch, die ich irgendwann mal wahllos aus einem großen Visitenkartenhalter  herausgezogen habe. Tangokurse, eine Malerin, ein Werbefilm-Produzent, Umweltcomputer, ein Fotograf, ein Catering-Unternehmen und vieles mehr liegen bunt verteilt vor uns. Ich bitte den Gründer, die herauszuziehen, die ihn auf Anhieb am meisten ansprechen und im zweiten Durchlauf zu überprüfen, welche Karte am besten das Angebot, das dahintersteckt, wiedergibt. Es gibt einen klaren Favorit – einen Maler, der es wirklich geschafft hat, seinen USP, plus seine Kontaktdaten auf dieser kleinen Karte unterzubringen. Andere sind damit gescheitert.

Auch in unserer hochtechnisierten Zeit sind Visitenkarten nach wie vor ein gutes Werbemittel. Sie sind klein, man kann sie immer dabei haben, sie lassen sich relativ schnell und kostengünstig produzieren und wenn man sich bei der Gestaltung wirklich Mühe gibt, kann man mit einer guten Visitenkarte beim Gegenüber den gewünschten, nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Material und Form

Bevor Sie sich an gewagtes Material und eine außergewöhnliche Form heranwagen, überlegen Sie, ob das a) zu Ihrem Unternehmen passt, oder  b) die Karte sich dann immer noch gut aufbewahren lässt. Holz, Keramik, Plastik, Knäckebrot – man kann aus vielem eine Visitenkarte herstellen – die gängigste Variante ist und bleibt allerdings Papier. Hochwertiges Papier, das sich nicht so leicht abnutzen sollte.
Überhaupt sollten Sie sich überlegen, welche Zielgruppe denn Ihre Visitenkarte in die Hände bekommt. Welche Wirkung soll die Karte hinterlassen? Wollen Sie mit der Karte sich selbst darstellen, oder das Produkt des Unternehmens + einiger Kontaktdaten? Viele Unternehmen haben die Chance mit der Visitenkarte auch gleichzeitig eine Arbeitsprobe abzugeben. Umso wichtiger ist es, genau zu überprüfen, ob das Design zum Angebot passt. Als schlechtes Beispiel liegt in meinem Stapel die Karte einer Frau, die sich im wahrsten Sinne des Wortes  „Malerei Grafik Objekte“ auf die Karte schreibt. Allerdings auf eine billig produzierte Karte, ohne jede Gestaltung, ohne Schick. Ebenso ein Werbe-, Image- und Industriefilm-Produzent, der für seine Karte Word-Clipart verwendet hat. Kein besonders gutes Aushängeschild.

Die optimale Visitenkarte

Eine gute Visitenkarte ist zunächst mit den Basis-Informationen ausgestattet, die da lauten:

  1. Name des Unternehmens oder eigener Name
  2. Telefonnummer, unter der Sie zu erreichen sind (Handy ODER Festnetz)
  3. E-Mail-Adresse
  4. Website
  5. Twitter/Facebook – NUR, WENN SIE SICH DARÜBER PRÄSENTIEREN!

Die Visitenkarte muss auf jeden Fall zu Ihrem Unternehmen passen. Farben, Logos die man auf Ihrer Webseite, oder dem Briefpapier sieht, sollten sich auch auf den Visitenkarten wiederfinden. Damit bedienen Sie einen Teil der sogenannten Corporate Identity – den einheitliche Außen-Auftritt.
Für Einzelunternehmer ist es wichtig, den USP auf der Karte unterzubringen. Was hebt Sie von anderen ab? Sicher nicht die Standard-Vorlage eines Visitenkarten-Herstellers. Zeigen Sie Persönlichkeit! Nutzen Sie dafür auch die Rückseite der Karte!
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Bevor Sie die Karte in den Druck geben, überprüfen Sie alle Daten! Nachträglich korrigierte Telefonnummern hinterlassen keinen guten Eindruck.
Scheuen Sie sich auch nicht davor, am Ende eine kleine Gruppe von Freunden oder Bekannten nach Ihrer Meinung zu fragen. „Würde die Karte Euch veranlassen, die Leistung in Anspruch zu nehmen?“

Also – setzen Sie auf die gute alte Visitenkarte um bei Kunden, Auftraggebern oder potentiellen Auftragnehmern in guter Erinnerung bleiben.

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